Forum für alle Pässe- und Tourenfahrer

Covid19

frag mich grad, ob es noch legitim ist, den pässen nachzujagen.... in italien sollen ja vergnügungsfahrten mit dem töff schon verboten sein. dabei hätte ich ferien und das wetter würde auch passen... :roll:

wie haltet ihr es?
Auch wenn es in der Schweiz und Deutschland noch nicht explizit verboten ist, kannst Du wohl nicht mit breitem Verständnis rechnen. Und trägst mit dazu bei, dass die Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt wird.
Ich hab mir ehrlich gesagt gedacht: wenn ich alleine mit dem Motorrad unterwegs bin, gefährde ich niemanden und auch mich selbst nicht. Solange man Restaurants besuchen darf - bzw. besuchen durfte, denn damit ist jetzt ja auch Schluss....
Ich hab diese zwei Tage noch voll ausgenutzt, aber nun muss ich wohl umdenken. Wenn ich durchs Fahren weitere Konsequenzen bzw. Restriktionen auslösen sollte, dann pausiere ich natürlich. Soweit hatte ich nicht gedacht.
Es wäre aber nicht schlecht, wenn es da von oben klare Richtlinien gäbe. Schliesslich sollte man nicht ÖV fahren, dann war das Motorrad willkommen. Sobald Ausgangssperre kommt, ist es eh aus... :/
Dieter_N hat geschrieben:
Mo Mär 16, 2020 8:32 pm
Auch wenn es in der Schweiz und Deutschland noch nicht explizit verboten ist, kannst Du wohl nicht mit breitem Verständnis rechnen. Und trägst mit dazu bei, dass die Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt wird.
Tja, im Augenblick wohnst Du etwas unglücklich Bild

Wie auch immer, ich war gespannt wo Rolf auf dem Festland weitermacht, wie lange Ralf noch in die Schweiz kommt, usw..

Für Deutschland gesehen....
So wie die Infektionszahlen gerade wachsen ist es nur eine Frage der Zeit wann die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Zumal die Wirtschaft wohl kaum bis Mai stillstehen kann.
Da der Zeitraum bis zur Verdopplung der Infektionen gerade kleiner wird, war absehbar, dass die Grenzen geschlossen werden. Gehen wir mal von einer mittleren Inkubationszeit von 5–6 Tagen aus (max. 14 Tage)..... wenn die Zahlen bis Ende der Woche nicht rückläufig sind (Verdopplungszeit gestreckt), kommt spätestens dann eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit wie in anderen Ländern. Bei diesem Tempo wären Ende April alle infiziert oder gewesen. Das überfordert das Gesundheitssystem in einem Umfang den man sich vermutlich noch nicht mal vorstellen kann. Vielleicht bekommt man eine Idee davon, wenn man italienische Zahlen anschaut.
Die Zahlen in der Schweiz sind im Verhältnis nicht unbedingt besser....... wobei ich die Wachstumsrate nicht wirklich im Auge habe.

Etwas Bammel hab ich schon, bei meinem Job nur eine Frage der Zeit bis es mich einholt. Kann man nicht ändern, muss man durch.

Ich wünsche allen, dass sie gesund bleiben oder schnell wieder gesunden und die einzige bleibende Auswirkung für 2020 weniger T-Shirts sind. ;-)

Gruß Mathias
Sali zäme

Ich glaube, dass unser Hobby für die nächsten Wochen, wenn nicht Monate nicht mehr möglich sein wird. Seien wir ehrlich, dass ist in dieser Situation auch nicht wichtig.
Die grösste Schwierigkeit mit denen wir in den nächsten Zeit zu kämpfen haben werden ist die
Aufrechterhaltung des Gesundheitswesen. Und genau hier sollten wir darüber nachdenken. Es ist meiner Meinung nach alles, aber auch wirklich alles dafür zu tun um das Gesundheitswesen nicht zu belasten. Und dabei denke ich nicht nur an die Coronafälle, denn alle anderen Fälle wie z.B. Herzinfarkt, Unfälle gibt es auch und müssen auch betreut werden.
Ich will hier nicht den Moralapostel spielen aber ich vermute, dass die Entwicklung dahin geht, dass in Bälde eine generelle Ausgangsperre in ganz Europa verordnet wird.
Es ist die Zeit wo wir uns ruhig und besonnen verhalten sollen. Ich bin was die Schweiz betrifft sehr froh haben wir einen Bundesrat der genau so handelt.
Ich wünsche Euch vor allem Eines in dieser Zeit: Gesundheit.

Gruss Rolf
Präsi
Hallo zusammen!

Nach der knapp verlorenen Challenge vor gut 2 Jahren mit unserem Präsi - 2018 Pässe in einem Jahr !!! - hat sich meine Freizeitaktivität in Richtung Hausbau geändert und bin nur noch selten mit dem Töff gefahren. Außerdem musste ich mich unter ärztliche Aufsicht begeben da mich die Passknacker-Sucht komplett erfasst hatte 😂.

Was ich nicht ablegen konnte: der tägliche Besuch auf der Homepage und das virtuelle mitfahren auf Korsika, Schweiz, Österreich, …

In Zeiten von Covid19 verstehe ich aber nicht mehr warum noch immer Unverbesserliche Herumfahren und womöglich den Virus im eigenen Land verbreiten. Jedes mal bin ich wieder auf 180 wenn manche Tagestouren unternehmen und die Fotos hochladen. In Österreich wird über Ausgangssperren nachgedacht, dabei sind es bisher "nur" 8 schwer vorerkrankte Todesfälle. In der Schweiz sind es bereits über 40!

Somit fällt es mir sehr leicht die Seite die nächsten Monate nicht mehr zu besuchen. Schade, denn die Admins, die ich kennenlernen durfte, machen einen tollen Job.

Mehr Menschen auf der Straße - längere Krise
kürzere Krise - mehr Motorradfahren.

Vielleicht denkt der eine oder andere dran.

Wünsche trotzdem allen einen hoffentlich schönen und unfallfreien Sommer

lg
Schmiedi
Lieber Schmiedi, liebe alle

Als eine von den "Unverbesserlichen" möchte ich meine Gedanken, die mich in dieser Zeit täglich und bis in die Nacht hinein beschäftigen, hier darlegen. Es ist nicht so, dass es mir egal ist, und ich bin hin- und hergerissen, wenn ich eine Antwort auf die Frage suche, ob es verantwortungslos ist, wenn man jetzt noch fährt, oder nicht.
Besonders Rolfs Statement hat mich zum Nachdenken gebracht - und darin vor allem der Gedanke, dass man auch an die Belastung des Gesundheitswesens durch andere Dinge als Corona denken muss, wie Herzinfarkte oder Unfälle, was natürlich absolut stimmt.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist die Idee, dass man als einzelner und rücksichtsvoller Motorradfahrer das Virus verbreiten würde. Seit Montag mache ich nur noch kleinere Touren, die ich von zuhause aus ohne Essens- und WC-Pause schaffe. So bin ich ganz allein mit meinem Motorrad und eingepackt in Helm und Anzug unterwegs, halte bei den Punkten kurz, um das Foto zu machen, und fahre weiter, meistens durch absolut abgelegene Landschaften. Begegnen tu ich praktisch niemandem, und falls jemand doch gleichzeitig an dem Punkt sein sollte, wäre ein Abstand von mindestens 5m kein Problem. Wie könnte ich so das Virus verbreiten oder selber einfangen?
Viel gefährlicher ist in meinen Augen der Gang in den Laden, um was zu Essen zu kaufen, ganz zu schweigen vom Benützen des ÖVs.

Ich kann wegen Corona nicht arbeiten (was mich finanziell hart trifft) und bin ausser den 2-4 Stunden, wo ich nicht mit dem Töff draussen bin, nur zuhause und halte mich strikt an alle Vorgaben bezüglich social distancing, Hygiene usw. Wenn die Regierung aber Velofahren und Joggen (sofern allein und nicht in Gruppen) ausdrücklich erlaubt, denke ich, dass das erst recht fürs Motorradfahren gilt. Wenn die Ausgangssperre kommt, ist das vielmehr wegen den wirklich Unverbesserlichen, die es nicht lassen können, in Gruppen im öffentlichen Raum zu sein oder sich eben nicht ans social distancing halten, und nicht wegen einzelnen Motorradfahrern auf den Strassen. Und wenn sie dann kommt oder das Tourenfahren explizit verboten wird, dann ist auch für uns Schluss, was ich enorm bedauern würde, aber mich selbstverständlich daran halten werde. Bis dann aber hoffe ich, noch ein paar Stunden fahren zu dürfen und die Nachweisbilder raufladen zu können, ohne irgendjemanden auf 180 zu bringen. Und unbewusst fahre ich wahrscheinlich noch vorsichtiger als sonst, da es, wie Rolf richtig schreibt, unverzeihbar wäre, die Gesundheitsvertreter wegen eines Unfalls von ihrem Coronaeinsatz abzuhalten.

Ich hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Das Letzte, was ich bewirken wollte, wäre, durch mein Verhalten der Motorradcommunity oder überhaupt irgend jemandem zu schaden. Letztendlich zählte für mich Vernunft, Verhältnismässigkeit und Eigenverantwortung.
Und ich bin überzeugt, dass sich auch die anderen "Unverbesserlichen" rücksichtsvoll verhalten, wenn sie wie ich weiterhin noch Pässe fahren, solange es möglich ist.

Liebe Grüsse und bleibt gesund!
Manuela
Liebe Manuela
danke für Deinen Beitrag. Ich bin genau Deiner Meinung

Vorsicht, Rücksichtnahme, Hilfeleistung und Schutz sind das oberste Gebot der Stunde, vorallem wenn man in 353 Tagen auch zu der Risikogruppe gehört.

Aber eine allgemeine Hysterie zu erzeugen und jeder Andersdenkende als Teufelswerk zu bezichtigen, bringt nun wirklich niemanden etwas.

Also, bleibt ruhig, haltet Euch an die Vorschriften.

Auch diese Ausnahmesituation geht vorbei. (Greta haben wir auch überstanden ) :lol:

Bleibt gesund.
Lirica hat geschrieben:
Fr Mär 20, 2020 11:44 pm
.......Viel gefährlicher ist in meinen Augen der Gang in den Laden, um was zu Essen zu kaufen, ganz zu schweigen vom Benützen des ÖVs........
Es geht ja um Minimierung von Risikosituationen. Jeder Kontakt kann eine Infektionskette auslösen die es nicht gegeben hätte, wenn...... Und ja, ganz verhindern kann man nichts.

Letztes Wochenende hatte ich mir schon auch überlegt diese Woche anzugreifen. Ich habe eine Freiwoche, nächste Woche bin ich wieder im "Gesundheitswesen" aktiv :arrow: also Arbeiten :lol:

Mein Risiko wird nächste Woche extrem hoch sein, danach hätte ich 14 Tage frei..... infiziere ich mich nicht wäre das schwäbische Alb, Schwarzwald, Odenwald, was erreiche ich noch als Tagestour (Grenzen sind ja zu)?..... wenn das gut läuft..... hm.... :mrgreen: ...... ein Dejavu :lol:

Ich habe mich aus folgenden Gründen dagegen entschieden:

  • Ich könnte jederzeit, trotz leeren Straßen, einen Unfall haben. Braucht es glaub im Augenblick wirklich nicht.
  • Junge sollen sich nicht treffen, ich aber geh Mopedfahren? Weiß nicht.... will ich glaub ich nicht.
  • An Tankstellen könnte es zu Kontakten kommen die ich sonst nicht hätte, Einmalhandschuhe?, wer weiß....
Das ist ein sehr emotionales Thema und ich bin froh kein Entscheidungsträger zu sein.

Treffen die "Entscheidungsträger" keine klare Entscheidung, ok......

Solange kann man Argumente einbringen und diskutieren..... entscheiden muss jeder für sich selbst.

Bleibt gesund

Mathias
Nochmals..... (da sind zwei Posts verschwunden, ich versuche meinen auch nochmals zu wiederholen)...

Ok! Danke, Mathias, für deine objektiven Ausführungen (die waren im ersten Post noch ausführlicher :) )
Ich habe vor jeder Fahrt mit mir gerungen, ob sie noch verantwortbar ist oder nicht. Nun hast du mich überzeugt. Ich werde zur Zeit nicht mehr auf Pässe fahren, auch wenn's weh tut. Aber alles andere geht vor.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du gesund bleibst und danke dir nicht nur für deine neutrale und sachlich fundierte Ausführung, sondern auch für deinen beruflichen Einsatz für die Gemeinschaft. Bleib gesund!
Liebe Grüsse
Manuela