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Boden

Österreich > Kärnten > Wasserscheide

44.1 Punkte

N46.674127/E13.516904

1044m

Asphalt

NO: Pöllan

NO: Zlan

0 Kehren

kein Winterdienst

Schild 'Boden'

Beschreibung

Ca. 1.5km nach dem Scheitelpunkt erhebt sich südlich der Strasse mitten im Hochwald eine hohe Felswand, die eine kirchenähnliche Form hat. Es ist eine freistehende Felswand, die Hundskirche genannt wird. Zur Zeit des Geheimprotestantismus im 17./18. Jh. versammelten sich hier die Evangelisten, um ihre Gottesdienste abzuhalten. Auf dem Felsen sind eingemeißelte Zeichen zu sehen. Es sind Tiergestalten: eine Schlange mit Krone, ein Hund, eine Schnecke mit einer Kirche auf dem Rücken. Über der Schlange befinden sich die Buchstaben: FERDINANDE, und unter den Zeichen liest man eine Inschrift in Buchstaben, die auf dem Kopfe stehen, auf dem Rücken liegen, verkehrt und richtig, also drunter und drüber: "Also geht's in der Welt". Dann finden wir die Jahreszahl, kaum leserlich: 1583! Auch andere Zeichen, die z. T. auch später hinzugekommen sind, können wir finden: das Hakenkreuz, das alte Sonnen- und Lebenszeichen, den Drudenfuß und das Sonnenrad; außerdem ein Zeichen, das wie ein "Kreuzesschild" aussieht. Auf der linken Wandseite befindet sich dieses "Kreuzesschild" noch einmal, ebenso der Hund mit einem Kirchturm, dazu in der Nähe das Wort "CRUES". Zur Erklärung der Zeichen: Die Protestanten waren wie von Hunden gehetzt, wollten aber ihren Glauben nicht aufgeben. Die Wirksamkeit des Jesuitenpaters Peter Canisius, der zur Rekatholisierung von Ferdinand ins Land geholt worden war, ging auch bis in die Täler Kärntens. Er war Niederländer und hieß de Hondt, was man ins Lateinische übertrug, wo Hund "Canis" heißt. Auf ihn bezogen, heißt es: "Hüte dich vor dem österreichischen Hund", und ein Wiener Hofrat schrieb über ihn: "Niemand wagt den Mund aufzutun gegen diesen bellenden Hund da. " Die gekrönte Schlange ist Ferdinand, der Regent in den innerösterreichischen Ländern, der spätere Kaiser Ferdinand I. Die Schnecke mit der Kirche macht deutlich, wie langsam es seit dem Wüten von Canisius und Ferdinand mit der evangelischen Kirche vorangeht. "Also geht's in der Welt", das macht etwas deutlich von dem schwierigen Hin und Her für die Protestanten. Die Buchstaben "CRUES" bedeuten Conradus Rueß. Von ihm heißt es, daß er im Jahre 1555 "zum ersten vor andern angefangen, enhalb der Traa (Drau) die communion oder wie man damals nennt, die deutsche Messe nach gottes einigem bevehl und nach ordnung der Augsburgischen confession rein und unverfelscht anzurichten und entgegen die bäbstische cerimonien abzuschaffen, darüber der treue hiert viel ungemach erleiden müssen, die er aber alle vermittlung göttlicher Hilfe bisher ganz ritterlichen überstanden". Er unterschrieb auch im Jahre 1566 das von den evangelischen Predigern in Kärnten verfaßte "christliche einfeltige Bekentnus", das von 26 Pfarrern unterzeichnet wurde. (Nach : O. Sakrausky, Evangelisches Österreich: Ein Gedenkstättenführer, Evangelischer Presseverband, Wien o.J.).


Sehenswürdigkeiten

Hundskirche von Kreuzen


Passknackerkategorie & Besonderes

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Sonstiges

  • Art und Ausbau / Zufahrt via: L34, L33, L32
  • Die Strasse ist ca. 3-5m breit
  • Schwierigkeit: 1
  • Maut:

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